Rund um’s Haus

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Gut versichert – schon vom Rohbau an: Versicherungen rund ums Haus

Das eigene Haus – für viele Menschen ein Traum, in den sie viel investieren. So steckt in den eigenen vier Wänden nicht nur eine stattliche Geldsumme, sondern auch viel eigene Leistung und Kreativität. Umso wichtiger ist es, sein Eigentum von Anfang an gut gegen Schäden abzusichern.

Wer selbst baut, hat mehr Pflichten als der Käufer eines bereits fertigen Hauses oder eines schlüsselfertigen Hauses. Denn während beim bereits bezugsfertigen Haus die Bauträger für die meisten Schäden in der Bauphase geradestehen, sind Bauherren vom ersten Spatenstich an selbst in der Pflicht – und sollten deshalb bereits ihren Rohbau vor Schäden schützen. Einige Versicherer bieten bei gleichzeitigem Abschluss einer Wohngebäudeversicherung eine Feuerrohbauversicherung beitragsfrei für die Dauer von bis zu zwei Jahren an. Sie tritt allerdings nur bei Feuerschäden ein. Wer sein zukünftiges Heim schon in der Entstehungsphase gegen die Gefahren Feuer, Leitungswasser und Sturm absichern möchte, benötigt eine Rohbauversicherung – und wird sie zu schätzen wissen, wenn die gerade verlegte Fußbodenheizung platzt und der Estrich für viel Geld neu verlegt werden muss. Auch diese Versicherung wird von einigen wenigen Gesellschaften in Kombination mit einer Wohngebäudeversicherung für zwei Jahre beitragsfrei angeboten. Solche Kombinationsprodukte haben den Vorteil, dass der Versicherungsschutz nahtlos ineinander übergeht: Die Wohngebäudeversicherung beginnt automatisch mit der Bezugsfertigkeit des Hauses.

Die Bauleistungsversicherung hingegen ersetzt Schäden, die während der Bauzeit durch unvorhergesehene Beschädigungen oder Zerstörungen am Bau und den Baustoffen oder Bauteilen entstehen können. Darüber hinaus können Schäden durch Diebstahl von der Baustelle sowie Brand, Blitzschlag oder Explosion versichert werden. Eine Investition, die sich für den Bauherrn lohnt, denn wenn über Nacht die tags zuvor bereits montierten Heizkörper aus den Zimmern verschwinden, kann er gelassen bleiben – und den Schaden seiner Versicherung melden.

Achtung: Spielende Kinder

Baustellen ziehen allerdings nicht nur Langfinger an, sondern auch spielende Kinder oder neugierige Besucher. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung schützt vor Schadenersatzansprüchen, wenn sich Dritte auf dem Baugelände verletzen. Häufigste Unfallursache ist dabei übrigens meist nicht der ungesicherte Kellerschacht, sondern schlicht unsachgemäß oder unübersichtlich gelagerte Baumaterialien. Für diese Art von Schadenfällen muss der Bauherr die Verantwortung übernehmen. Ohne entsprechenden Versicherungsschutz zerstören finanzielle Forderungen der Geschädigten das Unternehmen „Traumhaus“ so nicht selten noch vor dem eigentlichen Einzug. Wichtig bei der Prüfung eines Angebotes: Die Versicherungssumme sollte mindestens drei Millionen Euro für Personen und Sachschäden betragen. Wer geringere Deckungssummen akzeptiert, spart am falschen Ende und zahlt im Ernstfall drauf.

Besitz langfristig sichern

Ist schließlich der Einzugstermin erreicht, gilt es, seinen neuen Besitz langfristig zu sichern – egal ob selbst gebaut oder schlüsselfertig übernommen. Bei der dafür notwendigen Wohngebäudeversicherung lohnt sich allerdings der kritische Blick in die Versicherungsbedingungen und auf den Preis. Üblicherweise wird Versicherungsschutz geboten gegen die Gefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel – gegen einen geringen Mehrbeitrag können zusätzlich Elementarschäden wie Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdfall, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch versichert werden. Bei der Ermittlung der Versicherungssumme gehen Versicherungsunternehmen häufig unterschiedlich vor – wichtig ist jedoch, dass der Unterversicherungsverzicht im Schadenfall garantiert wird. Nur so kann der Eigentümer davon ausgehen, dass bei einem Totalschaden ohne jegliche Eigenleistung ein neues Eigenheim in gleicher Ausführung ersetzt wird – unabhängig von eventuellen Preissteigerungen. Darüber hinaus sollte darauf geachtet werden, dass sich die Versicherung nicht nur auf die sichtbaren Teile des Gebäudes, sondern auch auf die nicht sichtbaren wie Zu- und vor allem Ableitungsrohre bezieht.

Vergleichen lohnt sich

Vergleichen lohnt sich – gerade dann, wenn das Angebot einen Selbstbehalt beinhaltet. Denn nicht immer rechnet sich der Anteil, den man im Schadenfall selbst zahlen muss, gegenüber der erzielbaren Beitragsersparnis. Interessant sind hier häufig Tarife, die viele Extras enthalten. Wenn höchstmögliche Absicherung gewünscht wird, rechnen sich umfangreiche Pakete, wie der Tarif „ImmoGuard XXL“ der Continentale Sachversicherung.

Komplett wird das Versicherungspaket rund ums Haus mit einer Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Denn Eigentümer eines Eigenheimes sind auch für alle Schäden, die Dritte auf Ihrem Grundstück oder in ihrem Haus erleiden, verantwortlich. Häufig ist dieser Versicherungsschutz bereits in der Privathaftpflichtversicherung enthalten, allerdings nur in Bezug auf das selbst genutzte Einfamilienhaus. Wird ein Teil des Eigenheimes vermietet, ist dies aber bei vielen Versicherern nicht mehr der Fall; dann sollte eine separate Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Ein Blick ins Kleingedruckte lohnt sich hier besonders. Denn wer beispielsweise die Privathaftpflichtversicherung „Spezial“ der Continentale abgeschlossen hat, ist automatisch auch bei einer vermieteten Wohneinheit auf der sicheren Seite.